Kategorie: Soziale Medien

  • Der Vulkan raucht und wir kaufen Grillkohle

    Die Erzählung des politischen Gegners kennt nur noch die maximale historische Eskalationsstufe. Doch wer die Gegenwart im Dauerzustand mit 1933 gleichsetzt, erzeugt keine Wehrhaftigkeit, sondern kollektive Taubheit. Über den blinden Fleck einer Debattenkultur, die Fakten als rassistisch geißelt, den Gummihammer als Werkzeug der Liebe verklärt und damit zum nützlichsten Steigbügelhalter der Rechten wird.

  • Der neue Totalitarismus: Warum „Linksfaschismus“ kein rechter Kampfbegriff mehr ist

    Lange Zeit schien die Sache ausgemacht: Wer das Wort „Linksfaschismus“ auch nur in den Mund nahm, hatte sich im links-progressiven Tugend-Kosmos sofort ins gesellschaftliche Aus katapultiert. Eine krude Wortschöpfung der rechten Reaktion, ein hilfloses Hufeisen-Ablenkungsmanöver, um vom wahren, einzig existierenden Bösen abzulenken. So dachte ich auch. Lange Zeit. Aber hear me out. Wer die Augen…

  • Leichenfledderei als Geschäftsmodell: Wie Links und Rechts das CSD-Attentat ausschlachten

    Es gibt eine mathematische Gewissheit im modernen politischen Diskurs: Noch bevor das Blut vom Asphalt gewaschen ist, schalten die PR-Maschinen der ideologischen Ränder auf Vollgas. Das grauenhafte Attentat am Rande des Berliner CSD ist das jüngste Fallbeispiel für eine zutiefst verkommene moralische Dynamik. Wenn ein islamistischer Gefährder mit einer Machete und einem Lieferwagen Jagd auf…

  • Die Logik der Selbstjustiz und ihr bürgerlicher Applaus

    Es ist ein herrlich bequemes Schauspiel: Danger Dan lümmelt auf dem Klavierhocker und singt staatsmännisch flankiert von der Kunstfreiheit, während das gehobene Bildungsbürgertum in den Altbauwohnungen von Berlin-Mitte andächtig am Hafer-Latte nippt und applaudiert. Man fühlt sich so wunderbar gut, so unendlich richtig. Doch die Realität auf der Straße schert sich nicht um feuilletonistische Metaphern.…

  • Der moralische Offenbarungseid: Wie sich die Linke selbst abschaffte

    Es war einmal eine politische Kraft, die angetreten war, um den Schwachen eine Stimme zu geben. Ihr Fundament war materiell, ihr Kompass die soziale Gerechtigkeit, ihre Zielgruppe die Arbeiterklasse. Übrig geblieben ist davon wenig. Wer heute das Biotop der links-progressiven Szene betritt, findet keinen Klassenkampf mehr, sondern eine selbstreferenzielle Jauchegrube. Aus der emanzipatorischen Bewegung ist…

  • Der kommende Realitätsschock: Warum der soziale Frieden in westlichen Gesellschaften ein Verfallsdatum hat

    Wir leben in einer Ära der kollektiven Halluzination, einer Zeit, in der die digitale Scheinwelt Medien und Social Media-Plattformen zur alleinigen moralischen Instanz erhoben wurde. Während sich dort Frauen in einer bizarren Mischung aus Selbstdarstellung und Aggression gegenseitig um den Thron in der „Opferpyramide“ zerfleischen und jede Nuance von Widerspruch mit der sofortigen Empfehlung einer…

  • Postfaktischer Feminismus: Wenn Gefühle Fakten ersetzen

    Es gibt eine Entwicklung im öffentlichen Diskurs, die man nicht länger ignorieren kann: Teile des modernen Feminismus haben sich von überprüfbaren Aussagen entfernt und stattdessen einen Stil kultiviert, der weniger auf Wirklichkeit als auf Wirkung setzt. Ein Stil, der nicht argumentiert, sondern inszeniert; der nicht erklärt, sondern inszeniert; der nicht differenziert, sondern vereinfacht. Man könnte…

  • Die Feminisierung der Unternehmenskommunikation

    Wer sich heute durch die Kommunikationskanäle deutscher Unternehmen klickt, kann ein kleines Experiment machen: Man versucht herauszufinden, was dieses Unternehmen eigentlich verkauft. Die Antwort ist erstaunlich oft: nichts Konkretes. Stattdessen begegnet man einer endlosen Parade aus „Empowerment“, „Diversity“, „Female Leadership“, „Role Models“ und „Safe Spaces“. LinkedIn-Posts feiern mutige Mitarbeiterinnen, Kampagnen erzählen Geschichten über Selbstverwirklichung, und…

  • Das dreckige Geschirr als Heldentat

    Social Media hat eine bizarre Ökonomie entwickelt: Wer nichts zu sagen hat, dramatisiert Normalität. Wer keine Expertise bietet, inszeniert Erschöpfung. Wer nicht polarisieren kann, erklärt sein Chaos zur Revolution. Das ist keine Authentizität – das ist narzisstische Selbsterhöhung im Gewand der Verletzlichkeit.

  • „Nicht alle Männer“ – der Satz, der ein Weltbild zerlegt

    „Nicht alle Männer“ ist kein Argument, sondern ein Störsignal. Er erinnert daran, dass Realität nicht in moralische Schablonen passt. Genau deshalb wird er bekämpft. Der Post einer Social Media Feministin versucht sich an einer scheinbar differenzierten These: Nicht alle Männer würden Frauen schaden – aber alle Männer profitierten von einem System, das diesen Schaden ermögliche.…