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Single-Mann ab 30? Dann zahl. Der autoritäre Kern des modernen US-Feminismus

In Teilen des US-Feminismus wird inzwischen offen darüber nachgedacht, Single-Männer ab 30 mit einer Sondersteuer zu belegen. Die Botschaft ist brutal ehrlich: Wer sich nicht bindet, wer keine Beziehung liefert, wer sich dem System entzieht, ist verdächtig – und soll zahlen. Noch ist das kein Gesetz. Aber die Denkweise ist längst da.

Männer sind Mittel zum Zweck

Die Idee verrät ein Weltbild, das Männer nicht als Menschen sieht, sondern als Funktion. Als Steuerzahler, Versorger, emotionale Dienstleister. Beziehung ist keine Wahl mehr, sondern eine Bringschuld. Freiheit gilt nur solange, wie sie nützlich ist.

Das ist kein Fortschritt. Das ist Zwang mit progressivem Anstrich.

Der Partnermarkt ist kaputt – und Männer sollen die Rechnung zahlen

Die Anforderungen an Männer steigen ins Absurde: groß, attraktiv, emotional verfügbar, finanziell erfolgreich, sozial dominant, gleichzeitig sensibel und jederzeit ersetzbar. Jeder Makel wird öffentlich aussortiert, jede Abweichung sanktioniert.

Dem gegenüber steht ein immer mieseres Angebot: weniger Verbindlichkeit, höhere Scheidungsquoten, rechtliche Risiken, emotionale Einbahnstraßen. Männer sollen investieren, riskieren, liefern – bei minimaler Gegenleistung. Dass viele aussteigen, ist kein Rückzug, sondern Selbstschutz.

MGTOW – die eigentliche Provokation

MGTOW – Men Going Their Own Way – bezeichnet Männer, die bewusst entscheiden, sich nicht mehr auf feste Partnerschaften, Ehe oder traditionelle Versorgerrollen einzulassen. Nicht aus Hass, nicht aus Ideologie, sondern aus nüchterner Kosten-Nutzen-Abwägung. Sie spielen nicht mehr mit, sie lassen sich nicht mehr ausbeuten, sie akzeptieren die Spielregeln nicht. Und genau das macht sie für ein System gefährlich, das auf männliche Teilnahme angewiesen ist.

MGTOW ist nicht deshalb ein Feindbild, weil diese Männer etwas zerstören. Sondern weil sie sich entziehen. Die Bewegung entstand aus wiederholten negativen Beziehungserfahrungen, hohen Scheidungsraten, systematischen rechtlichen Nachteilen für Männer und einem Partnermarkt, der immer höhere Anforderungen stellt, aber immer weniger Verlässlichkeit bietet.

Wo aber mit dem neuen Selbstverständnis der MGTOWs die traditionellen Strategien sozialer Beschämung – sei es Misogynie, öffentliche Diffamierung oder subtiler gesellschaftlicher Druck – nicht mehr funktionieren, muss eine andere Strafmaßnahme her. Die Antwort darauf ist (wie so oft im Feminismus) nicht Selbstkritik, sondern Repression. Die Idee der Single-Steuer ist nichts anderes als eine gezielte Strafmaßnahme gegen männliche Autonomie.

Incels: Erst ausgrenzen, dann bestrafen

In Blick auf die Idee der Männer-Single-Steuer ist der Umgang mit Incels besonders zynisch ist der Umgang mit Incels. Einsame Männer werden nicht unterstützt, sondern beschämt. Sie gelten als moralisch defekt, als lächerlich, als gefährlich. Ihre Isolation wird zum Beweis ihrer Schuld umgedeutet.

Das ist soziale Kälte, getarnt als Moral. Und sie erfüllt einen Zweck: Abschreckung. Niemand soll glauben, man dürfe als Mann scheitern.

Gleichberechtigung? Nur solange Männer zahlen

Es gibt keine Forderung nach einer Single-Steuer für Frauen. Keine Debatte über deren Verantwortung. Keine Sanktionen für Rückzug. Gleichberechtigung wird selektiv angewendet – immer dort, wo sie Vorteile bringt.

Am Ende bleibt eine einfache Wahrheit: Männer sollen liefern. Und wenn sie es nicht tun, werden sie finanziell und moralisch zur Ordnung gerufen.

Fazit

Die Idee einer Single-Steuer entlarvt den autoritären Kern eines Feminismus, der Freiheit predigt und Kontrolle meint. Der keine Beziehungen will, sondern Compliance. Keine Gleichberechtigung, sondern Zugriff.

Beziehungen lassen sich nicht erzwingen. Attraktivität nicht besteuern. Und Männer nicht dauerhaft gegen ihren Willen in Systeme pressen, die ihnen nichts mehr bieten.

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